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Masterstudium

Einen ersten Überblick über das Masterstudium können Sie der Masterbroschüre entnehmen.
Nähere Erläuterungen finden Sie in der Wegleitung zum Studiengang.

Die Lehrveranstaltungen werden in der Regel auf Englisch, einige wenige auf Deutsch durchgeführt. Die zur Anwendung kommende Sprache wird im Vorlesungsverzeichnis aufgeführt.

Der Wechsel einer Vertiefungsrichtung ist beim Studiensekretariat mit dem entsprechenden Formular zu beantragen.


Das Masterstudium in Umweltingenieurwissenschaften an der ETH Zürich bietet die Möglichkeit, sich in zwei aus folgenden fünf Vertiefungsrichtungen fachlich zu spezialisieren, wobei mindestens eine der ersten drei Richtungen zu wählen ist:

Siedlungswasserwirtschaft: In diesem Schwerpunkt werden die verschiedenen Aspekte der Wasserversorgung, Wasseraufbereitung, Siedlungsentwässerung und Abwasserreinigung kennengelernt und diese unter Berücksichtigung der vorhandenen Bedingungen und des Gewässerschutzes ganzheitlich betrachtet. Zu diesem Zweck werden Kenntnisse von chemisch, biochemisch und biologischen Prozesstechnologien sowie mathematische Modellierungen und Systemtheorien vermittelt.

Ökologisches Systemdesign und Entsorgungstechnik: Schwerpunkt dieser Vertiefungsrichtung sind naturwissenschaftliche Methoden. Dabei wird erlernt, die Flüsse von Stoffen und Produkten -z.B. Nahrungsmitteln, Baustoffen, Kunststoffen- zu erfassen, zu bewerten und zu steuern. Es werden Kenntnisse über Bewertungsmethoden von Ökobilanzen, Risikoanalysen und die Einschätzung des ökologischen Fussabdrucks, die wichtig in industriellen Entscheidungsprozessen sind, erworben.

Wasserwirtschaft: In diesem Bereich werden Methoden und Werkzeuge kennen gelernt, mit denen man die Wasserressourcen nachhaltig bewirtschaften und schützen kann. Unter anderem werden Kenntnisse über Monitoring und Modellierung des Wasserkreislaufs, Analyse, Planung und Management der Wasserressourcen, Bewertung und Bewältigung von hydrologischen und hydraulischen Risiken, Sanierung von geschädigten Systemen undTransportprozessen in Gewässern vermittelt.

Wasserbau: Dieser Vertiefungsbereich vermittelt Wissen über die wasserbaulichen Systeme und deren konstruktive und operative Aspekte, das für das Management von Wasserressourcen nötig ist; wie z.B. die Grundlagen der Planung, des Entwurfs und des Betreibens von Wasserkraftanlagen, Talsperren, Hochwasserschutzsystemen und Flussbauten.

Bodenschutz: In diesem Bereich geht es um das Auseinandersetzen mit den Zusammenhängen zwischen Bodeneigenschaften und -strukturen sowie den physikalischen,chemischen und biologischen Prozessen, die für das Management der Ressource Boden entscheidend sind. Diese Kenntnisse erlauben zum einen das Verstehen und die Modellierung der Effekte von Landnutzung und Bodenverschmutzung, um Sanierungsmassnahmen zu planen. Zum anderen das Analysieren derWechselwirkungen zwischen Boden, Pflanzen und Atmosphäre, die wichtig für die Landwirtschaft und die terrestrische Ökosysteme sind.


Eine grosse Anzahl von Wahlfächern erlaubt den Studierenden, sich entweder in den gewählten Vertiefungsrichtungen noch weiter zu spezialisieren oder die Breite der Ausbildung zu vergrössern. Eine Projektarbeit soll das wissenschaftliche Arbeiten stärken und die typischen Arbeitsmethoden der Umweltingenieurwissenschaften fördern.

Das Masterstudium wird mit der Masterarbeit abgeschlossen, nachdem alle Fächer erfolgreich absolviert worden und die erforderlichen 120 Kreditpunkte (nach dem European Credit Transfer System) erworben sind. Die Masterarbeit wird in einer der gewählten Vertiefungsrichtungen verfasst und dauert mindestens sechzehn Wochen.

Das Masterstudium wird mit dem Diplom 'Master of Science ETH in Umweltingenieurwissenschaften' (MSc ETH Umwelt-Ing.) abgeschlossen.

 

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